Wann darf man sich nicht tätowieren lassen?

Kann man sich tätowieren lassen, wenn man Bluter ist, blutverdünnende Medikamente nimmt oder Hautprobleme wie Neurodemitis hat?

Viele beschäftigen sich mit der Frage, ob man sich in bestimmten Fällen auf keinen Fall ein Tattoo stechen lassen darf. Ganz sicher sollte der Gang zum Tätowierer unterbleiben, wenn Du unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehst.
Ohnehin wird man Dich in diesen Fällen in jedem verantwortungsvollen Studio abweisen. Dies nicht nur aus ethischen Gründen, sondern auch weil beispielsweise Alkohol blutverdünnend wirkt und dadurch die Entstehung eines sauber gearbeiteten Tattoos erschwert bis unmöglich gemacht wird. Was aber, wenn Du Bluter bist, blutverdünnende Medikamente einnehmen musst oder Hautprobleme wie Neurodermitis hast

Darf ich mich als Bluter tätowieren lassen?

Hier geht es dann immer um eine Einzelfallentscheidung. Prinzipiell brauchst Du, auch wenn Du Bluter bist, auf Dein Lieblings-Tattoo nicht zu verzichten. Nur etwas Vorsicht ist angesagt.
Zunächst einmal musst Du natürlich einen erfahrenen Tätowierer finden, der Dir auch bei einer Hämophillie den Körperschmuck stechen kann und will. Zudem ist in jedem Fall ein Vorgespräch bei Deinem Arzt notwendig, der Dir für die Sitzungen ein Medikament verabreichen kann, das Deinen Blutgerinnungsfaktor erhöht. Was am Ende möglich ist, muss aber immer individuell abgestimmt werden

Das solltest Du vor dem Tätowieren weglassen

Ebenso wie Alkohol, Drogen und übrigens auch Kaffee solltest Du vor einer Tattoo-Sitzung auch keine blutverdünnenden Mittel einnehmen. Falls Du, beispielsweise in der Nachsorge einer Herzkrankheit, auf diese Medikamente angewiesen bist, sind wiederum intensive Vorgespräche mit Deinem Arzt und dem Tätowierererforderlich. Viele wissen aber gar nicht, dass manche harmlosen Kopfschmerztabletten wie Aspirin zu den blutverdünnenden Medikamenten gehören. Auch hier gilt, ein bis zwei Tage vor jedem Termin auf solche Mittel zu verzichten.

Hautprobleme stellen ein Risiko dar

Natürlich findet die Tätowierung auf Deiner Haut statt. Daher musst Du Dich auch mit möglichen Einschränkungen beschäftigen, wenn Du bestimmte Hautprobleme hast. Solltest Du ein Narbenkeloid haben, ist ein Tattoo für Dich extrem risikoreich.

Bei dieser Erkrankung verursachen auch kleine Verletzungen tumorähnliche Narben. Falls Du jedoch an einer Neurodermitis leidest, kommt es wieder auf den Einzelfall an, mit welchem Risiko ein Tattoo verbunden ist. Sicher kann der Tätowierer nicht an befallenen Stellen arbeiten, Dir aber in nicht betroffenen Bereichen ein Tattoo stechen. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass sich die Neurodermitis ausbreitet und das Tattoo verändert. Auch kann es zu einem komplizierteren Krankheitsverlauf kommen. Für eine genaue Risikobewertung ist wieder Dein Arzt zuständig.

 

Worauf muss ich den Tätowierer noch hinweisen

Schließlich sind auf Allergiker von Einschränkungen beim Tätowieren betroffen. Insbesondere bei Allergien gegen Metalle kann es sein, dass ein buntes Tattoo nicht infrage kommt oder sehr genau die verwendeten Farben abgesprochen werden müssen. Deinen Tätowierer solltest Du über alle vorliegenden Allergien aufklären. Zudem musst Du natürlich eventuelle ansteckende Krankheiten angeben. Zu guter Letzt verursacht das Einstechen eines Tattoos auch bei den stärksten Kerlen weiche Knie. Wenn Du es also mit dem Kreislauf hast, ist es eine hervorragende Idee, das anzusprechen. So kann Vorsorge getroffen werden, dass Du nach der Sitzung nicht „zusammenklappst“.

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Über Uwe W. Redler
Uwe W. Redler hat sich auf den Bereich Tätowierer- und Piercerversicherungen spezialisiert. Die Leidenschaft des Körperschmucks und die jahrelange Erfahrung im Versicherungsbereich haben ihn auf die Idee gebracht, dieses zu verbinden.

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